Auf den Nadeln im Juni

Hi, es ist schon eine Weile her, dass ich mich gemeldet habe, also dachte ich es wird mal wieder Zeit für ein Beitrag zu auf den Nadeln und zeige euch einfach mal kurz und knapp was ich gerade so stricke. Ich gebe zu da gibt es auch im Moment auch nicht so wahnsinnig viel zu berichten, denn als Mami ist die Strickzeit einfach begrenzt und ich werkele seit Anfang des Jahres immer noch an meinem Großprojekt, dem Bluesandcardigan!

Es macht mega Spaß diesen Cardigan zu stricken und ich habe schon so viel neues dabei gelernt, was echt toll ist! Auch das Garn aus der Kombination Merinowolle und Baumwolle (Drops Cotton Merino) lässt sich wirklich schön verstricken.

Und schaut euch mal die schönen Details an Tasche und Bündchen an: So schön! Nur es dauert gefühlt Ewigkeiten… Gut ich stricke echt langsam, zugegeben. Doch vielleicht nehme ich mir das nächste Mal nicht so ein Mammut-Projekt vor. Eher was Kleines, so für zwischendurch oder parallel dazu.Aber ich lerne ja nicht und so hab ich direkt noch ein großes Projekt angeschlagen. Ein Pullover aus feiner Merinowolle (Baby Merino von Drops, Farbe lavendel hell): Holiday von eri. Ganz simpel gehalten und später ganz locker am Körper. Ich freu mich schon drauf.

Und so stricke ich jetzt beides einfach parallel. Habt ein schönes Wochenende!

 

Auf den Nadeln im Januar: Ufozeit

Mal ganz ehrlich, Ufos (unfinisched objects) haben wir doch alle, oder? Und der Januar bietet sich geradezu dazu an mit alten liegengebliebenen und niemals beendeten Projekten aufzuräumen. Tja, ist bei mir auch so, nur die Motivation ist eine andere. Weder plagt mich das schlechte Gewissen noch ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Nein, mich treibt schlicht und ergreifend das Bedürfnis endlich mal wieder mal was für mich zu stricken und zwar nur für mich! In meinem Tempo. Nachdem ich letztes Jahr irgendwie immer andere bestrickt habe (sehr viel meinen kleinen Sohn) und meist auch irgendwie unter Zeitdruck (er wird so fürchterlich schnell groß!), möchte ich jetzt ein großes Teil stricken und mir die Zeit dafür lassen, die ich brauche. Ich habe nämlich festgestellt, wie sehr ich u.a. das Stricken neben dem ganzen Mami-sein regelrecht benötige. Me-time ist das Stichwort! Ich brauche das Stricken als Ausgleich, als Möglichkeit zu entspannen und um wieder runterzukommen. Einfach nur Zeit für mich! Keine komplizierten Muster, keine wilden Farbwechsel, kein Termindruck. Das brauche ich jetzt.

2016 hatte ich den BlueSand Cardigan begonnen, aber durch Schwangerschaft und Umzug bin ich damals nicht über ein paar Reihen hinaus gekommen. Was einfach furchtbar schade war. Und dann waren so viele andere Dinge plötzlich wichtiger. Wie das Leben einfach so spielt. Doch dieses Projekt spukte mir die ganze Zeit im Hinterkopf herum und es juckte mir in den Fingern endlich daran weiter zu stricken. Das komplizierteste, den Anfang, hatte ich ja schon geschafft und das Garn hatte ich ja auch schon die ganze Zeit. Und so stand nichts im Wege um an diesem Projekt weiter zu arbeiten. Ein paar gleichmäßige rechte und linke Zunahmen (ein ganz tolles Video dazu, inklusive Eselsbrücke!), aber ansonsten ganz viel glatt rechts! Genau das was ich jetzt brauche. Wenn der Kleine schläft, sich einkuscheln, stricken und nebenher einen Film schauen. Perfekt!

Der Cardigan wird von oben nach unten gestrickt (bei mir die Raglankonstruktion), was mir sehr entgegen kommt, denn so kann man zwischendurch das Ganze schon mal anprobieren. Sehr praktisch. Ich habe die Ärmel mittlerweile stillgelegt und stricke fleißig am Körper. Zwar nicht besonders viel an einem Stück, aber ich versuche jeden Tag ein bis zwei Rehen zu schaffen. Langsam, aber stetig. Und das reicht völlig. Mein Cardigan ist jetzt schon ein gutes Stück gewachsen. Und es macht einfach Spaß! Und das ist die Hauptsache, oder?

  • Anleitung: BlueSand Cardigan von LaMaisonRililie
  • Garn: Cotton Merino von Drops in den Farben hellgrau, jeansblau und lavendel
  • Größe: M mit etwas weiteren Ärmeln

Verlinkt wie immer bei maschenfein.

Neues Herbst-Projekt: Blue Sand Cardigan – Oder: Ein Anfang mit Hürden

Wie das so ist, die Nadeln sind ja eigentlich nie leer und trotzdem werden fleißig neue Projekte angeschlagen. Bei mir natürlich nicht anders. Speziell für den Herbst als Projekt habe ich mir schon vor einer Weile den Blue Sand Cardigan von La Maison Rililie (gefunden bei ravelry) ausgesucht und den jetzt auch schon angefangen, obwohl mir bei diesem Wetter irgendwie noch gar nicht nach Herbst ist. Doch die Wolle lag auch schon ein Weilchen bei mir rum und rief immer wieder:

Strick mich! Strick mich! Strick mich!

Und so konnte ich einfach nicht widerstehen… 😉

dscf6663Schon aus mehreren Gründen hat mich dieser Cardigan gereizt:

  1. Ich wollte so gern mal wieder ein Oberteil für mich stricken. Und gerne eine offene Jacke.
  2. Die Streifen sind total toll!
  3. Der Cardigan enthält ein super schönes Hebemaschenmuster. (Übrigens ich liebe Hebemaschenmuster!)
  4. Es wird alles an einem Stück von oben nach unten gestrickt.
  5. Die Anleitung ist auf Englisch und damit eine super Gelegenheit mein Strick-Englisch zu verbessern.
  6. Und das ist eigentlich der Hauptgrund: Die Anleitung hat es in sich! Nichts für Anfänger. Da sind einige Techniken dabei, die ich bis jetzt nur wenig oder noch gar nicht verwendet habe, und damit für mich eine willkommene Chance wieder etwas neues zu lernen!

dscf6658Das habe ich auch direkt am Anfang gemerkt! Als ich mir das Ganze ausgedruckt habe und anfing die Blätter zu überfliegen, musste ich erst einmal schlucken. Die Anleitung umfasst ganze (Achtung!) 12 Seiten! Oje. Was habe ich mir da vorgenommen. Aber alles halb so wild. Erst einmal in Ruhe durchgelesen, einen bunten Marker gezückt und alle wichtigen Angaben zu meiner Größe angestrichen, da sah dann schon alles etwas übersichtlicher aus. Danach bin ich wieder ein bisschen verzweifelt, da ich nach dem gefühlten fünften Anlauf immer noch nicht verstanden habe wie die Schulterpartie für meine Größe konstruiert wird. Hilfe! Kurz Pause gemacht, einmal tief durchgeatmet, nochmal hingeguckt und dann ist der Knoten geplatzt. Manchmal hat man einfach ein Brett vor dem Kopf! Ein paar Notizen an den Rand gemacht, die gewaschene und gespannte Maschenprobe ausgemessen (Passt! Naja fast: Maschenanzahl stimmt, Reihen nicht ganz. Egal, wird schon.) und wollte loslegen. Da kam auch schon die erste Hürde:

Ein provisorischer Maschenanschlag. Ja, kein Problem, hab ich ja schon gemacht, dachte ich. Die Designerin wollte aber einen ganz bestimmten provisorischen Maschenanschlag haben, nämlich einen mit Hilfsfaden. Den kannte ich noch nicht. In der Anleitung ist zwar ein Link dazu, jedoch bin ich aus der Erklärung dort nicht schlau geworden. Also erstmal das allwissende Internet befragt und recht schnell ein passendes Video zum provisorischen Maschenanschlag mit Hilfsfaden gefunden. Nur der neue Maschenanschlag musste jetzt natürlich zuvor einmal getestet werden. Hmpf. Ich konnte also leider immer noch nicht anfangen.

dscf6666Nachdem das dann auch geschafft war und ich endlich meine Maschen auf den Nadeln hatte, ging es an die erste Reihe. Zugegeben, das war schon ganz schön fummelig. Und dann kamen die Zunahmen: Make one left und make one right. Zugenommen aus dem Querfaden hatte ich ja schon, doch irgendwie sollten es jetzt zwei verschiedene sein (???). Hmm. Musste ich mich auch erst einmal schlau machen. Und jaaa, es gibt einen Unterschied: Je nachdem ob sich die Zunahme später nach rechts oder links neigen soll, muss die eine oder die andere Zunahme gestrickt werden. Übrigens wunderbar anschaulich erklärt hier bei PurlSoho inklusive Video. Und wieder ein bisschen klüger. 🙂

Und damit ist erst einmal alles wichtige für den Anfang geklärt. Ich kann jetzt in Ruhe glücklich weiter stricken, solange bis ich auf die nächste Hürde treffe. Bis dahin…

dscf6669Alle weiteren Infos zu meinem Blue Sand Cardigan findet ihr übrigens bei ravelry auf meiner Projektseite.